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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Rollator

Freitag, 11.11.2016 - zum zweiten

Eigentlich - wollte ich heute zum Einkaufen zu meinem Metzger; ein bisschen ungeräucherte Wurst fürs Wochenende kaufen, und ich wollte mir aus seinem heutigen Mittagessen-Angebot zwei Gerichte mitnehmen. Aber bei diesem besch... Wetter bleibe ich zu Hause. Ich weiß, ich weiß: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Aber wenn man mit dem Rollator unterwegs ist wie ich, dann ist es etwas schwieriger.

Jedenfalls habe ich mir eine Champignon-Tomaten-Soße aus dem Tiefkühlschrank geholt und mir Spätzle dazu gemacht.

Aber - dafür gehe ich dann ausnahmsweise Morgen, am Samstag, an dem ich normalerweise nach Möglichkeit nicht zum Einkaufen gehe, dort hin. Morgen soll das Wetter besser sein.

Gelogen habe ich heute auch schon. Ich hatte zugesagt, an der Mitgliederversammlung des Betreuungsvereins der VdK teilzunehmen. Aber zum ersten muss man dorthin ein ganzes Ende laufen, was das gleiche Problem wie oben beschrieben bedeutete, zum anderen wäre es mir zeitlich mit meinem geplanten Einkaufen kollidiert. Also habe ich abgesagt mit der Begründung, dass der Zahnarzt mir gestern einen Zahn gezogen hätte. Ja, ja, ich schäme mich ja schon!

Gestern kam meine neue CD: Händel - Orlando. Mit Bejun Mehta, Countertenor. Den hatte ich am vergangenen Samstag bei 3sat in einer Aufführung von Glucks Orfeo ed Euridice gesehen und gehört, und ich fand ihn einfach fantastisch! Außerdem ähnelt er in Aussehen und Auftreten meinem langjährigen Klarinettenlehrer, in den ich - ich muss es gestehen - ein bisschen verknallt war. Sowas passiert auch noch älteren Damen. Hörproben des "Orlando" gibt es hier.

Und nun wünsche ich Allen einen schönen Abend. Vielleicht zieht ja dann nachher der Martinszug hier vorbei; früher war das so.
 

Nickname 11.11.2016, 16.42 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Arm im Geiste - oder: ...

Die Geschichte von meinem Rollator.

Ich kann seit vielen Jahren schlecht laufen, nur sehr kurze Strecken, aber das liegt nicht an meinen Füßen, sondern an meinem Rücken. Nach einer Bandscheiben-OP 1994 ist der nie mehr so richtig gut geworden. Also ich entschied mich nun, mir einen Rollator anzuschaffen. Da kann ich mich etwas abstützen beim Gehen - und ich kann richtig gut laufen. Ganz ohne Probleme. So gut, dass mich manchmal Leute auf der Straße ganz erstaunt anschauen, denn das sind sie nicht gewohnt, dass jemand mit Rollator so flott durch die Gegend läuft.

Es war also kurz vorm 09.07., dass ich ihn mir kaufte. Dieses Datum ist wichtig, denn am 09.07. hat mein Hauswirt, ich nenne ihn Albert, mit dem und seiner Frau Britta ich eigentlich befreundet bin, Geburtstag. In diesem Jahr war es der 80., und ihr Sohn mit Familie reiste aus London an. Ich wollte nicht stören und stellte ihm eine sehr gute Flasche Rotwein und eine Karte in der Nacht vor seine Wohnungstür, eine Etage über mir.

Meinen Rollator hatte ich, nachdem ich ihn erst ein paar Tage lang mit in meine Wohnung im 4. Stock genommen hatte, zusammengeklappt unten im Hausflur neben den auch dort stehenden Kinderwagen  gestellt, und er nahm nur ganz wenig Platz weg. Und eines Tages war er weg! Ich fand ihn im Keller, schleppte ihn wieder hoch, stellte ihn wieder neben den Kinderwagen. Das ging so einige Male hin und her.

Dann rief ich oben an, hatte Britta am Telefon, schilderte ihr den Fall und meinte: "Ich glaube ja nicht, dass Albert den Rollator runter gestellt hat, denn dann hätte er mich doch davon unterrichtet." Und ich erhielt einen Rückruf von A., der mir erklärte, dass er Herrn J., der so ein bisschen Hausmeisterdienste im Haus versieht, angewiesen habe, den Rollator in den Keller zu stellen, er habe ja nicht gewusst, wem er gehörte, und im Hausflur gehöre der auch nicht hin, das verschandele den Blick, und es sei ihm ja auch nicht recht, dass der Kinderwagen da stehe, aber leider dürfe der das lt. Mietrecht." Bla, bla, bla. Daraufhin sagte ich: "Gut, dass Du das erwähnst mit dem Mietrecht, da muss ich doch gleich mal schaun, was da wegen eines Rollator drin steht." Und er: "Musst Du denn gleich das Recht dafür bemühen?!" Hääääääh? Und er legte auf.

Ich jedenfalls schaute im Mietrecht nach, und da steht: "Im Hausflur dürfen deponiert werden: Kinderwagen, Gehhilfen und Rollstühle." Und ich druckte die Seite aus und steckte sie kommentarlos in A.'s Briefkasten.

Ein paar Tage danach "trafen" wir uns im Hausflur: A., der Hausmeister und ich. A. bedankte sich für die Glückwünsche zu seinem Geburtstag. Ich fragte ihn, ob ihm der Wein geschmeckt habe. Er antwortete: "Du glaubst doch nicht, dass ich Wein von Dir trinke, so wie unsere Beziehung im Moment ist!" Paff, da hatte ich mein Fett. 

Kurz danach klopfte es an meiner Wohnungstür, A. war es und bat um ein Gespräch; seine Frau B. hätte ihm das dringend ans Herz gelegt. Er kam also nicht aus eigenem Antrieb. Er entschuldigte sich quasi für sein Benehmen, ich entschuldigte mich dafür, dass ich ihn nicht vorher gefragt hatte (DAS war nämlich das Primäre: Ich hatte ihn nicht gefragt. Wenn, dann hätte er mir das natürlich (sozial eingestellt, wie er ist :) ), erlaubt. Jedenfalls schien es so, als ob alle Missverständnisse und Missliebigkeiten beseitigt seien.

Aber das waren sie wohl doch nur von meiner Seite her, denn A. übersah mich geflissentlich, wenn wir uns mal zufällig im Haus oder auf der Straße begegneten.
Nun sind die Beiden mal wieder auf großer Reise: Argentinien, Brasilien, so die Gegend, und zwar für 3 Monate. Sie arbeiteten früher im Entwicklungsdienst dort und haben immer noch freundschaftliche Beziehungen dort hin, und sicher wird es auch die letzte Reise dieser Art sein, wo er doch schon 80 ist. Wie auch immer: B. fragte mich vor ein paar Tagen, ob ich wieder ihre Pflanzen gießen könne, und ich stimmte dem zu, klar doch.
Am nächsten Tag kam sie wieder zu mir, bat um ein Gespräch unter vier Augen und eröffnete mir, dass sie mit ihrem Mann einen großen Krach deswegen hatte, weil sie MICH dafür gefragt hatte, denn das möchte er nicht, dass ICH das tue. Das könne doch auch der "Hausmeister" tun. B. weinte, ich tröstete sie und sagte ihr, dass sie sich da mal keine Gedanken drum machen solle. Sie wollte sich - eigentlich - gestern noch von mir verabschieden, aber auch das hat ihr Mann ihr wohl nicht gestattet.

Leute, was ist das? Kindergarten im ersten Jahr? Altersstarrsinn? So vermutete damals meine Hausärztin. Man sollte es nicht für möglich halten. Ich kann zwar B. verstehen, dass sie keinen Krach mit ihrem Mann haben möchte und lieber nachgibt. Aber, aber, aber. ICH an ihrer Stelle hätte einen Krach in Kauf genommen und ihm gesagt, was ich von seinem Kindergarten-Getue halte.

Nun sind sie weg. Erstmal. Vielleicht besinnt er sich ja im nächsten Vierteljahr. Aber viel Hoffnung habe ich da nicht, und eigentlich lege ich auch keinen Wert mehr auf seine Freundschaft.

Nickname 15.10.2016, 13.40 | (0/0) Kommentare | PL

Meine Woche

war sehr abwechslungsreich, um es positiv auszudrücken.

Am Montag waren wieder meine Spanisch-Konversations-Freunde bei mir zu Gast. Meine Freundin Gisela lobte sehr mein Fotobuch, das ich als Dankeschön für meine Kieler Freundinnen kreiert hatte. Obwohl ich nun im nachhinein doch manche Verbesserungsmöglichkeiten sah.

Am Dienstagvormittag war meine Perle wieder da, endlich aus ihrem wohlverdienten Urlaub zurück. 

Am Mittwoch war ich am Mittag mit meiner Freundin Gisela beim Italiener zum Essen, und am frühen Abend dann zu einem Vortrag über Demenz bei der VdK, zu dem ich eingeladen war. Bei dieser Gelegenheit konnte ich gleich Herrn A. vom Betreuungsverein der VdK meine Betreuungsverfügung übergeben.

Am Donnerstag war ich am Vormittag zum Einkaufen bei meinem Metzger. Dort passierte mir ein Missgeschick mit meinem Rollator: Ich "fädelte" meinen rechten Fuß in die Kipphilfe des Rollators ein und zog mir eine Prellung auf dem Rist des Fußes zu, so dass ich schon auf dem Weg nach Hause meine Sandalen-Bänder weiter stellen musste, da der Fuß erheblich anschwoll. 

Sch..., denn so musste ich auch das Musizieren in Eppstein/Taunus für den Abend absagen.

Gestern Vormittag war ich trotz der Beschwerden beim Gehen bei Rewe zum Einkaufen, und am Nachmittag bereitete ich Gemüsesuppe und Pfifferling-Ragout. Da habe ich nun eine ganze Menge Vorrat, die ich heute zum größten Teil einfrieren werde.

Wegen meines immer noch lädierten Fußes werde ich auf  die Teilnahme an der Groß-Demo leider verzichten müssen. 

Ich wünsche Allen ein schönes Wochenende - trotz des nun nicht mehr ganz so schönen Wetters.

Nickname 17.09.2016, 10.34 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Wenn ich einst tot bin, Liebster,
Klag nicht mit trübem Sinn.
Nicht Rosen noch Zypressen
Pflanz mir zu Häupten hin.
Das grüne Gras wird tränken
Mit Tau mich ganz gewiss:
Und wenn du willst, gedenke,
Und wenn du willst, vergiss.

Ich werd nicht sehn die Schatten,
Spür nicht des Regens Fall
Und hör nicht leidvoll klagen
Das Lied der Nachtigall.
Und träumend fort im Zwielicht
Nie wächst noch schwindet es:
Vielleicht, dass ich gedenke,
Vielleicht, dass ich vergess.

Christina Georgina Rossetti
* 5. Dezember 1830 in London;
† 29. Dezember 1894 in London,
war eine britische Dichterin im viktorianischen Zeitalter 
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Birgit:
Kiel, wie schön :) Dort war ich immer gerne.
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19sixty:
Ich wünsche Dir ein paar wunderschöne Tage.Li
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19sixty:
Das ist auch immer mein Spruch: Es gibt kein
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Birgit:
Da kann ich dir nur zustimmen. Und wenn sie d
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Birgit:
Manche Leute ... oh je. Da könnte man sich so
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Rose:
Ach, das "Spiel", direkt hinter der Rolltrepp
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19sixty:
Jeder, der gafft, sollte direkt zum Helfen ve
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Birgit:
Ja, Regen kann was sehr Gemütliches haben, we
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Birgit:
Das ist ein wahrer Spruch, finde ich, liebe G
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19sixty:
Normalerweise ja, aber Dauerregen geht mir au
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